Kurz gesagt
- Der Unfallbericht hält Tatsachen fest, keine Schuld.
- Beide Beteiligte füllen ein Formular gemeinsam aus und unterschreiben.
- Nach der Unterschrift nichts mehr ändern.
Schritt für Schritt
- Datum, Uhrzeit, Ort genau eintragen – Straße, Hausnummer oder Kilometerangabe.
- Verletzte und Zeugen mit Namen und Telefonnummer notieren.
- Fahrzeug A und B: Halter, Fahrer, Kennzeichen, Versicherung und Versicherungsnummer – am besten von Führerschein und Fahrzeugschein abschreiben.
- Unfallumstände ankreuzen: Nur was zutrifft. Am Ende die Zahl der Kreuze je Spalte eintragen.
- Anstoßstelle markieren: In den Fahrzeugumrissen mit einem Pfeil.
- Skizze zeichnen: Fahrbahnen, Fahrtrichtungen, Position beim Zusammenstoß, Verkehrszeichen.
- Sichtbare Schäden stichwortartig beschreiben.
- Bemerkungen: Hier ist Platz für Ihre Sicht, wenn Sie sich nicht einig sind.
- Beide unterschreiben, jeder behält ein Exemplar.
Der Unfallbericht ist kein Schuldanerkenntnis. Unterschreiben Sie aber auch nichts, was den Hergang falsch wiedergibt – und geben Sie mündlich wie schriftlich keine Schulderklärung ab.
Zusätzlich fotografieren
Das Formular ersetzt keine Fotos: Gesamtsituation, Endstellung, Kennzeichen, Schäden, Bremsspuren, Schilder. Die vollständige Reihenfolge an der Unfallstelle steht unter Unfall – was tun?
Und der Schaden am Auto?
Im Unfallbericht steht nur, was man von außen sieht. Was tatsächlich beschädigt ist und was die Reparatur kostet, klärt das Unfallgutachten.
Dieser Beitrag erklärt die Grundzüge und ersetzt keine Rechtsberatung. Für die rechtliche Bewertung Ihres Falls wenden Sie sich an eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt für Verkehrsrecht.
Häufige Fragen
Was, wenn der Unfallgegner nicht unterschreiben will?
Dann füllen Sie Ihren Teil aus, notieren Kennzeichen und Zeugen und rufen die Polizei.
